OpenType kostenlos testen

19. November 2005

Die Zeiten, in denen Dokumente nicht plattformübergreifend nutzbar waren, wären zumindest technisch gesehen, vorbei. Mit Grauen erinnert man sich an das Gespenst, welches am Horizont aufzog, wenn man sein sorgfältig gestaltetes Layout mit der Schrift seiner Wahl auf einer andere Plattform weiterbearbeiten wollte.

Die Konvertierung in Pfade war so manches mal die Rettung, konnte aber nicht immer angewandt werden, weil keine Textänderungen mehr möglich waren.

Mit den OpenType-Schriften ist es selbstvertändlich, auf Mac und PC gleichzeitig mit der gleichen Schrift zu arbeiten, solange man nur genügend Lizenzen besitzt.

Auch kann so ein OpenType-Font viel mehr exotische Zeichen und typografische Feinheiten beinhalten, als eine PostScript-Schrift. Zum Beispiel Erik Spiekermanns Klassiker FF Meta profitiert vom OpenType-Standard: aus 300 Type-1-PostScript-Fonts wurden 10 Pro-Fonts. Eine einzige Meta-Pro enthält jetzt alle Zeichen, die zuvor – aus technischen Gründen, auf 30 PostScript-Fonts verteilt werden mussten: Kapitälchen, Standard- und Extra-Ligaturen, diverse Zahlenarten, Pfeile, mathematische Zeichen, Alternativbuchstaben und die Lettern für Osteuropa, die baltischen Sprachen, türkisch, neugriechisch und die kyrillisch geschriebenen Sprachen.

Leider hat sich der Einsatz von OpenType-Schriften in vielen Bereichen noch nicht durchgesetzt, da die Vorteile dieser Schrifttechnologie vielen Anwendern noch nicht geläufig sind. Vielleicht gehört aber auch das Stöhnen über die Inkompatibilität der teuer gekauften (PostScript)-Schriften irgendwie dazu.

Zum ausprobiern kann man sich momentan bei der Firma FhontShop Berlin die FF Meta Book Pro kostenlos herunterladen.

Ein sehr verlockendes Angebot, um die ersten Schritte in die richtige Richtung zu wagen.

Blendenkorrektur vs. PTLens

17. November 2005

Die eierlegende Wollmilchsau kann es nicht geben, wobei das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop mit jeder neuen Version antritt, das Gegenteil zu beweisen. Dass dem doch noch etwas darauf zu setzen ist, beweisen unzählige Plugins, die teilweise für viel Geld angepriesen werden.

Blendenkorrektur

Ein großer Schritt war der Blendenkorrektur-Filter, der mit der Version CS2 (9.0) herausgekommen ist.


Ausschnitt Screenshot Blendenkorrektur

Ausschnitt Screenshot Blendenkorrektur (ganzer Screenshot Blendenkorrektur)

Dieses Werkzeug erlaubt, durch anpassen verschiedener Werte, die Korrektur von Objektivverzeichnung, Vignettierung, Chromatischer Aberration und Perspektivischer Verzerrung (z.B. stürzende Linien).

PTLens

Zumindest für das Betriebssystem Windows existiert seit längerer Zeit (haben sich die Jungs von Adobe ein paar Anregungen geholt?) eine kostenlose Alternative, die sich als Plugin sogar in eine alte Photoshop 6 Version einbauen lassen kann.


Ausschnitt Screenshot PTLens

Ausschnitt Screenshot PTLens (ganzer Screenshot PTLens)

Thomas Niemann, ein Informatikdozent am Portland Community College hat die legendären Panorama Tools (ursprünglich von Helmut Dersch, Projekt-Webseite), auf 16 bit aufgebohrt, und eine EXIF-Erkennung angeflanscht, so dass PTLens, mit Hilfe der aktuellen Profile, für fast alle Kamera-/Objektivkombinationen die richtigen Einstellungen bereit hält.

Einen besonderen Service bietet Thomas Niemann, da er für weitere Objektive eine Vorlage zum Download bereithält, die man abfotografiert an ihn zurück senden kann. Daraus generiert er dann ein neues Profil.

Download und weitere Infos: PTLens

Für den Macintosh gibt es von der Firma Kekus Digital ein vergleichbares Plugin (mit Profilen), allerdings nicht kostenlos.

Mein kleiner Buchladen

15. November 2005

Ich bin dabei, eine Liste mit den Büchern anzulegen, die ich persönlich zu den hier vorgestellten Themen empfehlen kann.

Literaturliste

Das Beste ist aber, dass man diese Bücher gleich hier kaufen kann, und ein paar Prozente von dem Kaufpreis auf mein Konto fließen.

Typeworkshop.com - jetzt von Manuel Bieh übersetzt

15. November 2005

Der Mediengestalter Manuel Bieh aus Dortmund hat die Type-Basics aus typeworkshop.com der Underware-Studios auf deutsch übersetzt.

Dort werden, anhand von übersichtlichen Scribbles, die Grundlagen des Schriftdesigns erklärt.

Typeworkshop.com - jetzt von Manuel Bieh übersetzt

Alternativ:
Die Originalversion (engl.)

FH-Dortmund: 33pt - Beiträge zur Typografie

15. November 2005

am 19. & 20. Januar 2006 findet an der FH-Dortmund am Fachbereich Design ein Typo-Event der Extraklasse statt.

Man weiss wieder von nichts, bis man es im Slanted Typoblog erfährt (sehr lesenswert!).

Zumindest wird es unter anderem um Fontleidenschaft und Liebschaft zu den Zeichen gehen.

Bis jetzt wurden einige sehr interessante Referenten eingeladen. Da kann man mal gespannt sein, wie dann das endgültige LineUp aussehen wird.

33pt - Beiträge zur Typografie

Typolex - Schriftklassifikation und ihre Geschichte

12. November 2005

Denis Potschien erklärt mit seinem Flash-Projekt typolex.de anhand anschaulicher Beispiele die Schriftklassifikation und ihre Geschichte.

Zusätzliche gibt es eine Einführung in typografische Bezeichnungen und Begriffe aus dem Handsatz.

YouSendIt.com - wenn es mal wieder etwas mehr geworden ist

11. November 2005

1 GB Daten per Mail versenden?

Kein Problem! - mit YouSendIt.com

Jeder eMail-Empänger freut sich über riesige eMail-Anhänge. Nicht nur, dass so eine eMail eine Zumutung ist, auch gibt es technische Einschränkungen, so dass manche Empfänger maximal nur ein paar Megabyte pro eMail empfangen können.

Auf YouSendIt.com kann ganz einfach die eMail-Adresse des Empfängers eingetragen und eine Datei ausgewählt werden, und schon gehen die Daten auf Reise. (Upload kann etwas dauern)

Der Empänger bekommt eine eMail mit einem kryptischen Link, wo er sich diese Datei dann mit seinem Browser oder Download-Manager wieder herunterladen kann.

Features:

  • keine Anmeldung
  • Dateien werden auf Viren geprüft
  • auf Wunsch SSL-Verschlüsselung
  • automatische Löschung nach maximal 7 Tagen oder 25 Downloads