OpenType kostenlos testen

Die Zeiten, in denen Dokumente nicht plattformübergreifend nutzbar waren, wären zumindest technisch gesehen, vorbei. Mit Grauen erinnert man sich an das Gespenst, welches am Horizont aufzog, wenn man sein sorgfältig gestaltetes Layout mit der Schrift seiner Wahl auf einer andere Plattform weiterbearbeiten wollte.

Die Konvertierung in Pfade war so manches mal die Rettung, konnte aber nicht immer angewandt werden, weil keine Textänderungen mehr möglich waren.

Mit den OpenType-Schriften ist es selbstvertändlich, auf Mac und PC gleichzeitig mit der gleichen Schrift zu arbeiten, solange man nur genügend Lizenzen besitzt.

Auch kann so ein OpenType-Font viel mehr exotische Zeichen und typografische Feinheiten beinhalten, als eine PostScript-Schrift. Zum Beispiel Erik Spiekermanns Klassiker FF Meta profitiert vom OpenType-Standard: aus 300 Type-1-PostScript-Fonts wurden 10 Pro-Fonts. Eine einzige Meta-Pro enthält jetzt alle Zeichen, die zuvor – aus technischen Gründen, auf 30 PostScript-Fonts verteilt werden mussten: Kapitälchen, Standard- und Extra-Ligaturen, diverse Zahlenarten, Pfeile, mathematische Zeichen, Alternativbuchstaben und die Lettern für Osteuropa, die baltischen Sprachen, türkisch, neugriechisch und die kyrillisch geschriebenen Sprachen.

Leider hat sich der Einsatz von OpenType-Schriften in vielen Bereichen noch nicht durchgesetzt, da die Vorteile dieser Schrifttechnologie vielen Anwendern noch nicht geläufig sind. Vielleicht gehört aber auch das Stöhnen über die Inkompatibilität der teuer gekauften (PostScript)-Schriften irgendwie dazu.

Zum ausprobiern kann man sich momentan bei der Firma FhontShop Berlin die FF Meta Book Pro kostenlos herunterladen.

Ein sehr verlockendes Angebot, um die ersten Schritte in die richtige Richtung zu wagen.

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